Die neue Welt der Altersvorsorge

Lange vorbei sind die Zeiten der beruhigenden Sprüche unserer Politiker – die Rente sei sicher!
Heute werden wir aufgefordert privat zusätzlich Vorsorge zu treffen. Das fördert der Staat. Die Reformen der letzten Jahre gingen deutlich in diese Richtung. Ergebnis ist ein neues Modell der Altersvorsorge. Es basiert auf drei Schichten.

Erste Schicht – die Basisversorgung

Wie der Name sagt, sollen die Menschen eine Basis aufbauen, mit der sie ihren Ruhestand sichern. Neben der gesetzlichen Rentenversicherung zählt hierzu auch die neue Basisrente, oft auch Rürup-Rente – nach ihrem Erfinder – genannt.
Sie ergänzt die gesetzliche Rente. Für viele wird sie unter Umständen künftig die wichtigste Quelle der Altersbezüge sein, zum Beispiel für Selbstständige. Während die gesetzliche Rente weiterhin durch die im Beruf aktiven Beitragszahler gesichert werden muss, schaffen sich die Menschen mit der Basisrente eine private, durch angespartes Kapital gedeckte Versorgung im Alter. Die Basisrente ähnelt der gesetzlichen Rente: Für beide Renten gelten die neuen Steuer- und Förderregeln (siehe aktuelle Info vom 27.10.2005). Beide sollen lebenslange und regelmäßige Altersbezüge sicherstellen. Daher darf die private Basisrente nicht übertragen, beliehen, verkauft oder vererbt werden.
Aber keine Sorge! Für Hinterbliebene kann eine Absicherung vereinbart werden. So geht das einmal eingezahlte Kapital nicht verloren.
Zusätzlicher Vorteil für Selbstständige. Diese Versorgung ist insolvenzgeschützt! Wie viele Unternehmer stehen nach einer Pleite völlig mittellos dar. Hier gibt es also eine echte Alternative.

Zweite Schicht – kapitalgedeckte Zusatzvorsorge

Die erste Schicht wird für viele nicht ausreichen, um den Lebensstandard zu erhalten. Das gilt zumindest für die gesetzliche Rente. Der Staat fördert daher die Anstrengungen der Menschen, die Rentenlücke aufzufüllen. Steuerlich begünstigt ist vor allem die betriebliche Altersversorgung, zum Beispiel die Direktversicherung, die Pensionskasse oder ein Pensionsfonds.
Auch die Riester-Rente zählt dazu. Sie wird entweder steuerlich begünstigt oder durch Zulagen gefördert. Die späteren Auszahlungen im Rentenalter sind in voller Höhe mit dem individuellen Steuersatz zu versteuern.

Dritte Schicht – sonstige private Vorsorge

Jedem ist es freigestellt, so er kann, über die Basisabsicherung und die geförderte Zusatzversorgung hinaus für den Ruhestand zu sorgen. Wir empfehlen dies auch. Denn die Erträge aus den ersten beiden Schichten reichen unter Umständen nicht, um sich auch mal ein Hobby oder eine Reise zu gönnen. Wer zum Beispiel eine private Rentenversicherung oder eine Kapitallebensversicherung abschließt, kann dazu beitragen, Versorgungslücken im Alter aufzufüllen.
Und selbst diese dritte Schicht ist steuerlich begünstigt. Von den monatlichen Auszahlungen aus einer privaten Rentenversicherung wird nur pauschal ein Ertragsanteil von 18 Prozent mit dem persönlichen Steuersatz belastet. Diese Rente wird seit Jahresbeginn 2005 also steuerlich besser behandelt. Früher betrug der steuerpflichtige Anteil 27 Prozent.

Was für Sie im Einzelfall das beste Konzept darstellt, können Sie unverbindlich mit den Fachleuten unseres Hauses besprechen. Wir freuen uns auf Sie!