Lebensversicherungen bleiben attraktiv (WAMS vom 22.10.2006)

Entgegen der vorherrschenden Meinung sind Kapitallebensversicherungen auch nach 2004 für die meisten Bundesbürger sehr attraktiv.
Zu dieser überraschenden Überzeugung gelangte der Informationsdienst “map report” in einer aktuellen Untersuchung.
Der überdurchschnittlich hohe Mustervertrag eines Gutverdieners büßt 0,6-0,8% Rendite ein, im kleineren Massengeschäft dürften steuerliche Auswirkungen kaum noch messbar sein – so Manfred Poweleit, Herausgeber des “map-reports”.
An Hand von vielen Beispielen wird bewiesen, dass bei geschickter Vertragsgestaltung – z. B. Mindestendalter 61, Vertragslaufzeit 12 Jahre – die Überschüsse nur zur Hälfte versteuert werden müssen. Selbst wenn man das Ehegattensplitting außer Acht lässt, ändert sich die Vorsteuerrendite einer Lebensversicherung bei dem gerechneten Beispiel von 5,96 auf 5,47%.
Dies macht also nur einen Unterschied von 0,49% aus.
Bewiesen wird dadurch, dass die meisten Kunden, aber wohl auch Berater, dem Steueraspekt eine viel zu große Bedeutung zumessen.
Viel eher sollte auf den Abstand zwischen sehr guten und schlechteren Versicherern geachtet werden. Hier ergeben sich viel größere Unterschiede bei der Ablaufleistung.
Im übrigen lassen die steigenden Zinsen hoffen, dass auch die Versicherer nach Jahren sinkender Zinsen endlich wieder die Gesamtverzinsung ihrer Policen erhöhen.